Der Automobilmarkt befindet sich in einer Übergangsphase, in der sich Unternehmen für den Elektroeinsatz entscheiden und viele intelligente Funktionen in ihr Portfolio aufnehmen. Mercedes Benz war an der Spitze dieser Bemühungen und das erste Stück dieses ziemlich langen Vorhabens ist endlich in Form des MBUX verwirklicht worden.

Keine andere Innovation in den letzten Jahren hat den Betrieb eines Mercedes-Benz so radikal verändert wie MBUX (Mercedes-Benz User Experience). Die zweite Generation dieses lernfähigen Systems debütiert in der neuen S-Klasse. Der Fahrzeuginnenraum ist noch digitaler und intelligenter, da sowohl die Hardware als auch die Software große Fortschritte gemacht haben: Brillante Displays auf bis zu fünf großen Bildschirmen, teilweise mit OLED-Technologie, erleichtern die Steuerung von Fahrzeug- und Komfortfunktionen noch mehr. Der menschliche Faktor ist immer die zentrale Überlegung. Die Möglichkeiten zur Personalisierung und intuitiven Bedienung sind weitaus umfangreicher geworden. Dies gilt sicherlich auch für das Heck, aber auch für den Fahrer: So ermöglicht die neue 3D-Fahreranzeige erstmals eine räumliche Sicht auf Knopfdruck. Ein echter dreidimensionaler Effekt wird erzielt, ohne dass eine 3D-Brille getragen werden muss.

Lernen Sie die S-Klasse DIGITAL kennen: "My MBUX" (Mercedes-Benz User Experience)

Mercedes hat einen eigenen Sprachassistenten namens "Hey Mercedes" eingeführt, und jetzt, in der aktualisierten Version des MBUX, kann der Sprachassistent viel mehr. Dies umfasst das Annehmen eines Telefonanrufs oder das Anzeigen der Navigationskarte. „Hey Mercedes“ kann jetzt auch erklären, wo sich das Erste-Hilfe-Set befindet oder wie man ein Smartphone über Bluetooth verbindet.

Das einzigartige Merkmal von MBUX ist jedoch die Vernetzung mit einer Vielzahl von Fahrzeugsystemen und Sensordaten. Beispielsweise erkennt die Ausstiegswarnfunktion in der S-Klasse jetzt mithilfe von Kameras, dass ein Insasse das Fahrzeug verlassen möchte. Wenn sich ein anderer Verkehrsteilnehmer im toten Winkel nähert, wird die aktive Umgebungsbeleuchtung Teil des Ausgangswarnsystems und blinkt rot. Der MBUX Interior Assist prüft, ob der Kindersitz korrekt am Beifahrersitz befestigt ist. Das Aufmerksamkeitsniveau des Fahrers wird ebenfalls überwacht. Der Fahrer wird von 'Attention Assist' gewarnt, wenn Anzeichen von Mikroschlaf vorliegen.

Werfen wir einen Blick auf einige der wichtigsten Innovationen im MBUX.

Augmented-Reality-Head-up-Display (AR-HUD):

Auf Anfrage sind zwei verschiedene Head-up-Displays (HUDs) erhältlich, eines davon eine innovative Variante mit einem besonders großen Bild. Der Öffnungswinkel des Displays beträgt 10 ° horizontal und 5 ° vertikal, und das Bild erscheint praktisch in einer Entfernung von 10 Metern. Dieser Anzeigebereich entspricht einem Monitor mit einer Diagonale von 77 Zoll. Das AR-HUD bietet eine Vielzahl von Augmented-Reality-Inhalten für Fahrassistenzsysteme und Navigationsinformationen.

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Einzelne Spiegel und eine hocheffiziente Lichtquelle. Die Technologie wird auch von Beamern in Kinos eingesetzt. In der S-Klasse werden damit erstmals von Mercedes-Benz Bilder im Head-up-Display erzeugt.

Wenn es um die Fahrerseite geht, fügt sich das HUD vor dem Fahrzeug in die Umgebung ein und kann daher zu einer weiteren Verringerung der Ablenkung beitragen.

3D-Treiberanzeige:

Ein Eindruck von räumlicher Tiefe entsteht, wenn die Augen eines Betrachters unterschiedliche perspektivische Ansichten eines Objekts in der Anzeige wahrnehmen. Bei diesem innovativen autostereoskopischen Display wird dies durch die raffinierte Kombination eines herkömmlichen LCD-Displays mit einer speziellen Pixelstruktur und einem steuerbaren LCD-Blendengitter erreicht. Was als Barrieremaske bekannt ist, befindet sich einige Millimeter vor dem LCD? Es ist so genau auf die Kopfposition des Betrachters eingestellt, dass das linke und das rechte Auge unterschiedliche Pixel des LCD sehen. Dies schafft den gewünschten Eindruck von Tiefe.

Dank der von Mercedes-Benz entwickelten Methoden zur Anpassung von Entfernungen und einer Systemkonfiguration mit sehr geringer Latenz verfügt der Fahrer über ein breites Spektrum an Bewegungsfreiheit. Das Bild in der Treiberanzeige wird kontinuierlich angepasst

MBUX Interior Assist:

MBUX Interior Assist erkennt und antizipiert mithilfe von Kameras im Overhead-Bedienfeld und Lernalgorithmen die Wünsche und Absichten der Insassen. Dazu werden Kopfrichtung, Handbewegungen und Körpersprache interpretiert und mit entsprechenden Fahrzeugfunktionen reagiert. Wenn der Fahrer beispielsweise über die Schulter zur Heckscheibe schaut, öffnet der Innenassistent automatisch die Sonnenblende. Wenn der Fahrer im Dunkeln auf dem Beifahrersitz nach etwas sucht, schaltet er das Licht automatisch ein. Das bloße Betrachten eines der Außenspiegel reicht aus, um eine Einstellung zu ermöglichen, ohne ihn zuerst auswählen zu müssen.

Fahrer und Beifahrer können persönliche Favoriten mit dem System verknüpfen. Der MBUX Interior Assist verbessert nicht nur den Bedienkomfort, sondern auch die Sicherheit.

OLED-Technologie:

Die Abkürzung steht für Organic Light Emitting Diode. Im Gegensatz zur LCD-Technologie besteht ein OLED-Display aus mehreren organischen Schichten, die auf ein Kunststoffsubstrat aufgebracht werden. In der S-Klasse befindet sich das OLED-Display hinter einer Glasverkleidung und bietet in Kombination mit den dahinter liegenden Aktuatoren und Drucksensoren ein umfassendes Steuerungs- und Anzeigeerlebnis. Die Auswertung des ausgeübten Drucks und die haptische Bestätigung von Berührungsbefehlen ermöglichen erweiterte Funktionen. OLED-Panels geben Licht ab, wenn sie elektrischem Strom ausgesetzt werden, und im Gegensatz zu einem LCD benötigen sie keine externe Hintergrundbeleuchtung.

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Sprachassistent „Hey Mercedes“:

Herkömmliche Sprachsteuerungssysteme in Autos fordern von ihren Benutzern bestimmte feste Befehle. Weil es die natürliche Sprache versteht, hört „Hey Mercedes“ fast jedes Wort und versteht praktisch jeden Satz, der sich auf den Infotainment-Sektor und den Fahrzeugbetrieb bezieht, in 27 Sprachen. Indirekte Sprache wird beispielsweise auch erkannt, wenn der Benutzer anstelle des eindeutigen Befehls „Temperatur im Fußraum 24 Grad“ „Mir ist kalt“ sagt, um die Klimaregelung für den Fußraum zu bedienen. Die Sprachsteuerung ist auch lernfähig. Einerseits stellt es den Benutzer und seine Stimme ein und versteht auch Nicht-Muttersprachler besser; Andererseits lernen die Softwaremodelle auf dem Server neue Schlagworte oder ändern den Sprachgebrauch mit der Zeit.

Das System entscheidet, welche Antwort am wahrscheinlichsten ist, und innerhalb weniger Sekunden folgt die Antwort / Reaktion. Dies bedeutet, dass der Sprachassistent auch antwortet, wenn keine Verbindung besteht.